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DFG FOR 5826: Machbarkeiten des Selbst

Die DFG-Forschungsgruppe 5826 „Machbarkeiten des Selbst. Mediale Selbstformungsprozesse in diachroner Perspektive“ untersucht Vorstellungen und Praktiken der Selbstformung von der griechischen Antike bis in die Gegenwart. „Selbstformung“ bezeichnet Vorgänge, in denen Menschen ihr eigenes Verhalten, ihre Lebensführung oder ihre Selbstdarstellung aktiv gestalten. Sie vollziehen sich nie voraussetzungslos, sondern stehen in Beziehung zu gesellschaftlichen Normen und Erwartungen, zu körperlichen und materiellen Bedingungen sowie zu den jeweiligen historischen Vorstellungen davon, was ein Mensch aus sich machen kann und soll. Der Begriff der „Machbarkeit“ richtet den Blick auf dieses Spannungsverhältnis von Handlungsmöglichkeiten und Begrenzungen. Er bezeichnet weder uneingeschränkte Selbstbestimmung noch beliebige Formbarkeit. Folglich interessieren uns die Spielräume der Selbstgestaltung unter bestimmten historischen Bedingungen, wie sie genutzt werden und wo sie an Grenzen stoßen.

Wir untersuchen Akte der Selbstformung in verschiedenen medialen Ausprägungen: Bilder, Texte und materielle Objekte, aber auch Sammlungen und digitale Formate. Wir fragen, wie diese Medien die Selbstformung ermöglichen, prägen und begrenzen. Die diachrone Perspektive erlaubt es, solche Prozesse über große historische Zeiträume hinweg zu vergleichen, ohne von einem überzeitlich gleichbleibenden Verständnis des Selbst auszugehen. Vorstellungen davon, wie und unter welchen Bedingungen Menschen sich formen können, verändern sich ebenso wie die Praktiken und Medien, in denen sie Gestalt annehmen. Dabei berücksichtigen wir auch geschlechtliche, soziale und kulturelle Unterschiede sowie transkulturelle Verflechtungen.

Die fünf Teilprojekte konkretisieren die gemeinsame Leitfrage an verschiedenen historischen, kulturellen und medialen Konstellationen. Das Spektrum reicht von antiken Konzepten der Selbsterziehung über frühneuzeitliche Künstlerinnen-Selbstbildnisse und transkulturelle Sammlungszusammenhänge bis hin zu sozialen Mobilitätsentwürfen der Moderne und Formen digitaler Selbstgestaltung in der Gegenwart. 

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Kontakt

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Prof. Dr. Valeska von Rosen
Institut für Kunstgeschichte
Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Neuzeit

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Stellv. Sprecherin

Prof. Dr. Regina Schober
Institut für Anglistik und Amerikanistik
American Studies

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Wiss. Koordinatorin

Dr. Isabell Franconi
Institut für Kunstgeschichte


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Sekretariat

Christian Bruckmann M.A.
Institut für Kunstgeschichte

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Sprechzeiten: Montag und Dienstag

Tel.:+49-211-81-13227

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Anschrift

DFG FOR 5826 „Machbarkeiten des Selbst. Mediale Selbstformungsprozesse in diachroner Perspektive“
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